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Momentaufnahmen

 

Momentaufnahmen 

Nach unserem Exkurs durch das Kirchenjahr soll es in diesem Jahr um besondere Momente gehen. Unser Leben besteht aus einer endlosen Aneinanderreihung von Augenblicken. Die meisten davon kommen und gehen, ohne dass wir sie  bewusst erleben. Nur an einige besondere Momente  können wir uns später noch genau erinnern, weil sie  uns tief beeindruckt haben. Der Moment (von dem lateinischen Begriff momentum „Dauer einer Bewegung“) ist immer das, wozu er gemacht wird.  
 
Ich lade Sie ein, verschiedene Momente des Lebens mit mir zu beleuchten und möchte Sie zum Nachdenken inspirieren. Sicher fallen auch Ihnen Augenblicke Ihres Lebens dabei wieder ein, an die sie lange nicht gedacht haben. Ich würde mich freuen, wenn Sie diese besonderen Erinnerungen nutzen, um Gott dafür zu danken. Vielleicht holen Sie auch ein Fotoalbum heraus oder rufen jemanden an, mit dem Sie die Erinnerung teilen. Wenn Sie möchten,  schreiben Sie sich besondere Momente in diesem Jahr auf und lassen Sie am Jahresende Revue passieren. Sie werden erstaunt sein, wie viele besondere Momente wir alle erleben dürfen. 


 

Februar 2017 - Erfolgsmomente

I
m Januar und Februar hat der Wintersport Hochsaison.  Vierschanzentournee, Biathlon-Worldcup, Skirennen, Rodeln und Bobfahren… viele Stunden kann man es im Fernsehen verfolgen. Hunderte Sportler kämpfen um den Sieg und wollen die Besten sein. Ihr größter Erfolgsmoment ist es, auf dem Treppchen ganz oben zu stehen und eine Medaille oder einen Pokal entgegen zu nehmen. Auf diesen Augenblick haben sie jahrelang hin trainiert, Schmerzen und Entbehrungen in Kauf genommen. Die Aussicht auf diesen Moment hat sie mental angetrieben. Erfolgsmomente können auch anders aussehen - der Künstler lebt vom Beifall, ein Schüler freut sich über eine gute Note in der Klassenarbeit, ein Bergsteiger über den erklommenen Gipfel. 

Anerkennung ist eine der stärksten Triebfedern für uns Menschen, viel mehr als Geld. Erfolgsmomente motivieren uns, weiterzumachen und uns neue Ziele zu stecken. Natürlich kann nicht jeder ein Profisportler, Musiker oder Schauspieler sein, aber wenn Sie einmal überlegen, dann gibt es fast täglich kleine Erfolgsmomente. Wir müssen sie nur sehen und lernen, sie zu genießen. Mussten Sie heute Schnee schippen oder die Fenster putzen? Haben Sie ein schönes Mittagessen gekocht oder unangenehmen Papierkram erledigt?  

In der Bibel steht: „Wo man arbeitet, da ist Gewinn; wo man aber nur mit Worten umgeht, da ist Mangel.“  Sprüche 14,23 

Drehen Sie sich um und betrachten Sie für einen Moment ihr Werk - Sie dürfen sich an dem frei geräumten Weg oder dem streifenfreien Ausblick freuen, dürfen das Essen genießen und die Papiere beschwingt abheften. Freuen Sie sich über den kleinen Erfolg, Sie haben dafür gearbeitet und es sich verdient! 

Erfolg kann aber auch süchtig machen. Nicht jeder mit einem einmaligen Titelgewinn zufrieden und hört dann auf. Viele Sportler machen bis zur Niederlage weiter, Musiker gehen immer wieder auf Abschiedstournee, weil sie dieses Erfolgsgefühl auf der Bühne einfach vermissen. Und es gibt nicht wenige, die Erfolg einfach erzwingen wollen, in dem sie leistungsfördernde Medikamente nehmen oder andere über den Tisch ziehen.  

 „Ein treuer Mann wird viel gesegnet; wer aber eilet, reich zu werden, wird nicht unschuldig bleiben.“  Sprüche 28, 20.  

Die Bibel will uns sagen, dass nur Erfolge, die ehrlich verdient und erarbeitet wurden, Erfolge sind, die wir feiern dürfen. Wer sich Anerkennung durch Betrug und Intrigen ergaunert, wird diese nie mit reinem Gewissen genießen können. „Da liegt kein Segen drauf“, sagtemeine Großmutter  immer und es stimmt. Manchmal ist es nicht sofort ersichtlich, aber langfristig zerrinnt ein ergaunertes Vermögen und  macht der erzwungene Ruhm eher unglücklich.  

Freuen wir uns also lieber an unseren kleinen, ehrlichen Erfolgen, die wir uns redlich verdient haben.  

Einen erfolgreichen Februar wünscht Ihnen 

Susanne Schlesinger