Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Kirchenrallye - so haben wirs erlebt!

3. Station am 18.7. in der „Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit“
in Stützengrün

Pfarrer Poppitz hatte gestern ein „Heimspiel mit Verlängerung“, denn er war  bereits in der vergangenen Woche in Hundshübel der Gastgeber der Kirchenrallye.  In dieser Woche war die immer beliebter werdende Exkursion zu Gast in der Stützengrüner „Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit“, die durch ihre exponierte Lage direkt an der großen Kreuzung an der B 169 jedem Ortsansässigen bekannt ist.

Weniger bekannt ist jedoch, dass der Kirchenbau, der 1697 begonnen und 1701 geweiht wurde, mit vielen Schwierigkeiten einherging. Größtes Problem war (wie auch heutzutage) die Finanzierung des Baus, was dazu führte, dass erst 100 Jahre nach Baubeginn eine Mitteldecke eingezogen wurde. Ihr endgültiges Aussehen erhielt die Kirche im Jahr 1901 - auch das nicht ohne Diskussionen.  Der im Bauernbarock gestaltete Innenraum wurde mehrmals umgebaut, es wurden „Chöre“ (Logen) für die reichen Familien in verschiedenen Baustilen eingefügt und immer wieder verändert. Der Altar wanderte von der Seite zur Mitte, eine Sakristei wurde später angebaut, der Kirchturm erst an die Kirche, dann später auf das Dach der Kirche gesetzt. Auch die Orgel wurde mehrfach umgebaut.
Um in die oberen Etagen zu gelangen, sind mehrere schmale Stiegen und Treppen versteckt.  Große Menschen müssen auf der zweiten Empore den Kopf einziehen. Auch die Glocken der Kirche wurden mehrfach neu gegossen.

Interessant sind die ungewöhnlichen geschnitzten Altarbilder eines unbekannten Künstlers, die Mose mit der Schlangenplage und eine detailreiche Kreuzigungsszene zeigen. Hinzu kommen zwei lebensgroße Figuren, die Petrus mit dem Schlüssel und Paulus mit einer Schriftrolle darstellen. Oben sind zwei Engel mit Palmwedeln zu sehen, dazwischen eine verzierte Tafel mit hebräischen Buchstaben, die das Wort „Jahwe“ bilden (aber leider etwas durcheinander geraten sind). Durcheinander ist auch das Uhrwerk der Kirchturmuhr, das trotz jahrhundertelanger Bemühungen nicht zu Genauigkeit zu bewegen war.

In der kommenden Woche gastiert die Kirchenrallye in Blauenthal.  Das kleine Gotteshaus befindet sich am Zinnsteig.