Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Reformationsjubiläum 2017 Reformationskalender Juni 2016

Der Countdown läuft!

22 Monate sind es nur noch bis zum Reformationsjubiläum. Wir starten für Sie einen „Reformationskalender“. Öffnen Sie mit uns in jedem Monat ein Türchen, lesen Sie unser
Kalenderblatt! Wir erzählen Ihnen das eine oder andere davon, was in der Reformationszeit geschehen ist.

Die Pfarrer des Eibenstocker Pfarrkonventes

 

Reformationkalender Juni 2016

Die „Confessio Augustana“ (Entstehung und Aufbau)


Das Deckblatt des Augsburger Bekenntnisses "Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht" (Psalm 119, 46) hat Philipp Melanchton als Motto vorangestellt. Das Deckblatt des Augsburger Bekenntnisses "Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht" (Psalm 119, 46) hat Philipp Melanchton als Motto vorangestellt. Der 25. Juni ist Gedenktag des „Augsburger Bekenntnisses“ (Confessio Augustana); denn am 25. Juni 1530 wurde dieses Dokument durch den sächsischen Kanzler auf dem Augsburger Reichstag vor dem Kaiser und den versammelten Reichsfürsten verlesen.

Das „Augsburger Bekenntnis“ hatte ursprünglich eine zweifache Funktion:

1.) Einerseits sollte mit dieser Schrift der Vorwurf widerlegt werden, die Evangelischen seien „Ketzer“.

Deshalb wird zunächst das Gemeinsame herausgestellt, das „Altgläubige“ und „Lutherische“ verbindet. Es soll verdeutlicht werden, daß die reformatorische Lehre keineswegs mit dem überlieferten christlichen Glauben breche, sondern daß sie voll und ganz auf dem Fundament der einen ursprünglichen Kirche stehe und sich auf die Hl. Schrift gründe. Diese „apologetische“ Zielrichtung, die das gemeinsame Christliche betont und den Vorwurf der Irrlehre zu entkräften sucht, wird im 1. Teil der „Confessio Augustana“ verfolgt, der die Artikel 1 bis 21 umfaßt, die fast alle recht kurz gehalten sind. Dieser 1. Teil trägt die Überschrift „Artikel des Glaubens“.

2.) Andererseits galt es aber auch, den eigenen Standpunkt klar darzustellen und sich, wo es geboten schien, deutlich abzugrenzen. Diesem Zweck diente der 2. Teil dieser Bekenntnisschrift in den Artikeln 22 bis 28, welchem die Überschrift vorangestellt ist: „Artikel, von welchen Zwiespalt ist, da erzählt werden die Mißbräuche, so geändert sind“. Hier sind die Artikel wesentlich umfangreicher.

Verfasser der „Confessio Augustana“ ist Philipp Melanchthon, wobei er auf frühere Dokumente zurückgegriffen hat (die „Schwabacher Artikel“ für den 1. Teil und die „Torgauer Artikel“ für den 2. Teil).

Die „Confessio Augustana“ gilt als die wichtigste Bekenntnisschrift des lutherischen Protestantismus.

Mit der „Confessio Augustana“ wollten die Reformatoren keineswegs eine neue Glaubensdoktrin in die Welt setzen. Dieses Dokument wurde mit dem Anspruch verfaßt, Auslegung der Hl. Schrift zu sein, und ist daher auch daran zu messen.

 

Christof Schumann, Johanngeorgenstadt

 

Zum Inhalt der Confessio Augustana gibt es im Juli weitere Informationen.