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Bild und Bibel Januar 2015

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






Das Bild vereinigt eine ganze Reihe von Klischees -  und tut es so, dass wir dabei wunderbar schmunzeln
können. Ein alter (wenn auch nicht schwacher) Mann (nennen wir ihn Methusalix :-) ) hat sich mit einer hübschen jungen Frau verbündet. Die beiden sind sogar verheiratet. Er stolziert mit seiner Dame und geschwellter Brust durchs Dorf: Seht her ich hab´s noch voll drauf! Solcher Hochmut hat freilich seinen Preis. Den bezahlt er zuhause, wo ihn keiner sieht: Er muss waschen, bügeln, putzen und das Haus in Ordnung halten, während seine Schöne vor allem darauf achtet, dass sie schön ist - und es auch bleibt.

Das Bild stammt aus dem Band „Asterix, das Geschenk Cäsars“.  Ein Fremder ist ins Dorf gekommen und will hier wohnen. Sogar Ansprüche hat er. Das ist unerhört!

„Ich habe nichts gegen Fremde ... einige meiner besten Freunde sind Fremde ....“, sagt Methusalix, „aber dieser Fremde da ist nicht von hier!“

Wie mir scheint, treffen die Autoren mit diesen kurzen Sätzen ins Zentrum dessen, was auch bei uns Unbehagen ausmacht. Das Problem mit den Fremden ist, dass sie eben nicht von hier sind. Sie haben andere Erfahrungen als wir, andere Sitten und Gebräuche, andere Moralvorstellungen, sogar einen anderen Glauben - sie sind eben nicht von hier.

Als Jesus geboren wurde, da war auch er nicht von hier. Er war fremder als jeder Fremde. Nicht aus diesem Land. Nicht von diesem Kontinent. Nicht einmal von dieser Welt.

Der Himmel, seine Heimat, ist uns fremder als jedes Land der Erde. Und so sind wir ihm begegnet. Kaum ist er da, schon wird er gejagt und mit dem Tode bedroht. Frieden hat er gepredigt - und ihn doch bei uns nicht gefunden. Nur wenig Zeit hatte er - dann wurde er umgebracht. Und war, und ist doch der, der uns allein retten kann. Der fremde Jesus ist der, den wir brauchen, damit wir leben können. Werden wir bei ihm endlich auch lernen, mit dem Fremden in unserer Mitte in Frieden zu leben?

Pfr. Jens Giese, Sosa